Größtes Holzkirchner Sportereignis: Die Eishockeyprominenz lädt zum Neujahrsderby

Holzkirchner, die ihren 60. Geburtstag bereits hinter sich gelassen haben, beschleicht hin und wieder etwas Wehmut, wenn sie im Hubertusstadion stehen. In den 60er-Jahren nämlich, als das Stadion noch dem Stand der Technik entsprach, machte seine Zweitliga-Eishockeymannschaft Holzkirchen bundesweit als Eishockeydorf bekannt. Über 3000 Zuschauer zogen damals zu den Spitzenspielen ins Eisstadion.


Auf solche Höhepunkte muss ein Stadion, das ohne wesentliche Renovierungen seinen 63. Winter erlebt, freilich schon lang verzichten. Doch hat es sich in den letzten Jahren eingebürgert, dass die Holzkirchner einmal im Jahr ein Eishockeyfest feiern, als wäre die Zeit stehen geblieben. Über 600 Zuschauer säumten vor zwei Jahren das Eisstadion, als die 1. Mannschaft des ESC Holzkirchen auf die SG Schliersee/Miesbach traf.
Nachdem im Vorjahr Dauerregen die Freude über das Derby trübte, wollen die Holzkirchner Eishackler mit dem Neujahrsderby 2020 noch einen drauf legen: Gelingt es, mehr als 650 Zuschauer für die Partie zu begeistern, würde ein Jahrhundertzuschauerrekord aufgestellt – mehr Zuschauer pilgerten zuletzt in der Saison 1996/97 ins Hubertusstadion.


Diese Saison steigt dieses größte Holzkirchner Sportereignis am 5. Januar um 19 Uhr. Der Freiluftklassiker bekommt nicht nur aufgrund seiner erstaunlichen Zuschauerzahl immer mehr Aufmerksamkeit in der Eishockeywelt. Gleich mehrere prominente Paten haben bereits angekündigt, mit Videobotschaften dafür zu werben. Diese werden im Laufe der Woche auf facebook.com/ESCHolzkirchen veröffentlicht. Nachwuchsnationalspieler Niki Heinzinger hat beispielsweise bereits Grüße direkt von der U20-WM geschickt.


Für das leibliche Wohl der Zuschauer sorgt der Förderverein Holzkirchner Halle, der sich zum Ziel gesetzt hat, mit einem Ersatz für das bestandsbedrohte Hubertusstadion die Zukunft des Holzkirchner Eissports zu sichern. Auf dass Holzkirchen Eishockeyfeste wie das Neujahrsderby wieder öfter erleben darf.